BESETZUNG

Henry Neumann Gedeon Burkhard

Lea Neumann Lale Yavas

Nina Neumann Lena Beyerling

Dr. Friedlich Juraj Kukura

Ruth Zilberman Sibel Kekilli

Albert Rosen Roman Roth

Gabrielle Hellmann Brigitte Grothum

Jakob Noschik Hans Jürgen Silbermann

Crewes Ludwig Blochberger

STAB

Regie Joseph Vilsmaier und Dana Vávrová

Drehbuch Stephan Glantz

nach einer Story von Art Bernd

Produzent Artur Brauner

Executive Producer Ivo Pavelek

Associate Producer Alice Brauner

2. Kamera Helmfried Kober

Herstellungsleiter Wolf Brauner

Szenenbild Ing. Arch. Jaromir Švarc

Kostümbild Jarmila Konečná

Schnitt Uli Schön

Musik Chris Heyne

Orig. Ton Jiří Kříž

Sounddesign Nico Krebs & Stefan Busch

Maske Josef Lojik

Mischung Hubertus Rath

ÜBER DIE SCHAUSPIELER

GEDEON BURKHARD (Henry Neumann)

Gedeon Burkard, geboren am 3. Juli 1969 in München, gehört zu den gefragtesten deutschsprachigen Film- und TV-Schauspielern. Seine bisher größten Erfolge im Kino hatte er mit Sönke Wortmanns Spielfilmdebüt „Kleine Haie“ (1992) und der Komödie „Abgeschminkt“ (1992) von Katja von Garnier.

Im Fernsehen war er unter anderem sehr erfolgreich als Nachfolger von Tobias Moretti in der Serie „Kommissar Rex“, der er von 1997 bis 2001 sein unverwechselbares Profil verlieh. 1999 wurde er als Herrchen von Rex mit der Goldenen Romy als beliebtester Serien-Star ausgezeichnet. Außerdem war er ein gerngesehener Gaststar in TV-Serien wie „Ein Fall für Zwei“, „Polizeiruf 110“, „SOKO Leipzig“ und in Mini-TV-Serien und vielen TV-Filmen wie „Der Todestunnel – Nur die Wahrheit zählt“, „Utta Danella – Eine Liebe in Venedig“ und „Zwei Affären und eine Hochzeit“ zu sehen. Ab 2007 spielt er den Partner von Semir in „Alarm für Cobra 11“.

Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme u.a. Keanu Reeves und Joaquin Phoenix.

Gedeon Burkhard ist seit dem 13. Juli 2004 Vater einer Tochter namens Gioia Filomena. Er lebt seit zwei Jahren in Berlin.

LALE YAVAS (Lea Neumann)

Lale Yavas wurde 1978 in Brugg, Schweiz, geboren und ließ sich von 1999 bis 2003 an der Hochschule für Musik und Theater in Bern zur Schauspielerin ausbilden. Sie spricht neben Deutsch auch noch fließend Englisch, Französisch und Türkisch.

Schon während ihrer Ausbildung spielte sie Theater und im Jahre 2002 in dem TV-Film „Alles wird gut“ ihre erste Hauptrolle. Danach folgten Filme wie „Lücken im Gesetz“, der Zweiteiler „Zeit der Wünsche“ und Rollen im „Tatort“ und „Großstadtrevier“ sowie dem Urs Egger-Film „Der Keiler“.

2005 drehte sie unter der Regie von Andi Bausch den Kinofilm „Deepfrozen“.

Ebenfalls im Jahr 2005 erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und den Publikumspreis der Marler Gruppe für die weibliche Hauptrolle in „Zeit der Wünsche“. Bereits 2003 wurde sie mit dem SAT1 Talents Award (Actors Class) ausgezeichnet.

Lena Beyerling (Nina Neumann) - Quelle: Beyerling

Erste Medienpräsenz hatte Lena Beyerling, geb. am 27.September1995 in Magdeburg, bereits 1999 in Werbefilmen, sowie 2000 in Reportagen über ihre Familie. Ihre erste Rolle spielte sie in der 2002 ausgestrahlten Mini-TV-Serie Alicia!.

Seither ist sie in verschiedenen Rollen in TV-Serien und Filmen zu sehen. Im Juli 2005 trat sie als Patin bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises in der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm in der ARD auf, im Dezember 2005 war sie Patin in „Ein Herz für Kinder“.

Bekannt wurde Lena durch verschiedene Werbespots, z.B. für eine Fast-Food-Kette mit dem Spruch „Papa, wann ist Weihnachten?“ (2002) oder für eine Bausparkasse („Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden“).

Auch in anderen Bereichen ist Lena aktiv. Im September 2006 hat sie gemeinsam mit Bruder Laurin (9) „Der kleine Eskimo“ eingesungen. Die von dem gewitzten Geschwisterpaar interpretierte finnische Volksweise, herausgebracht von der Plattenfirma des Hit-Produzenten Jack White, geht ins Ohr und ist Gute Laune pur.

Lena die im Oktober 2006 für Lisa Film mit Anica Dobra und Erol Sander in "Die Alpenklinik 2" vor der Kamera stand, besucht die 4. Klasse einer Magdeburger Grundschule. Die dritte Klasse beendete sie mit einem Notendurchschnitt von 1,0 als Klassenbeste.

Lena malt und bastelt gerne, lernt Stepptanz und spielt Schlagzeug, interessiert sich für Nintendo-Spiele und bewegt sich gern im Internet. Ihre Lieblingsserie ist „Inuyasha“, ihr Lieblingsfilm „Das wandelnde Schloss“ und ihr größter Wunsch ist ein eigenes Pferd.

Filmografie (Produktionsjahr)

2001 – Alicia! - Regie Michael Johnson

2002 – Abschnitt 40 - Regie Udo Witte

2002 – SoKo Leipzig - Regie Oren Schmuckler

2002 – Schöne Lügen - Regie Karola Hattop

2003 – Unterwegs - Regie Jan Krüger

2004 – Unser Charly - Regie Franz Josef Gottlieb

2004 – LiebesLeben - Regie Tobi Baumann

2005 – Wollffs Revier - Regie Jürgen Heinrich

2005 – Die Liebe eines Priesters - Regie Franz Josef Gottlieb

2005 – DER LETZTE ZUG Regie - Joseph Vilsmaier

2006 – Im Namen des Gesetzes - Carmen Kunz

2006 – Allein unter Bauern - Regie Udo Witte

2006 – SoKo Wismar - Regie Oren Schmuckler

2006 – Die Alpenklinik II - Regie Udo Witte

2007 – Dodo (Stimme Patna) - Thilo Rothkirch, Ute von Münchow-Pohl

2007- Summerhill - Eine Liebe in Malaysia - Regie Michael Karen 

JURAJ KUKURA (Dr. Friedlich)

Juraj Kukura wurde 1947 in der Tschechoslowakei geboren und stand schon im Alter von 20 Jahren zum ersten Mal vor einer Filmkamera. Er spielte in vielen europäischen Kino- und TV-Filmen mit und ist aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken.

In den letzten Jahren war er ein gern gesehener Gast in so populären TV-Serien wie „SOKO“, „Wolffs Revier“, „Siska“, „Küstenwache“, „Der Alte“, „Klinik unter Palmen“, „HeliCops“, „Tatort“, „Peter Strohm“ und viele anderen.

Zu seinen Kinofilmen zählen u.a. „Das Sams“ (2001) von Ben Verbong, „Workaholic“ (1996) von Sharon von Wietersheim und „Otto – Der Liebesfilm“ (1992) von Bernd Eilert und Otto Waalkes.

SIBEL KEKILLI (Ruth Zilbermann)

Die deutsche Schauspielerin Sibel Kekilli wurde am 16.Juni 1980 als Tochter türkischer Eltern in Heilbronn geboren. Nach der Schule (Abschluss: Mittlere Reife) lernte sie den Beruf der Verwaltungsfachangestellten und arbeitete später in Heilbronn im Rathaus. Nebenbei verdiente sie sich Geld als Verkäuferin, Türsteherin, Erotik-Darstellerin, Reinigungskraft, Nachtclub-Geschäftsführerin, Kellnerin, Promoterin und Fotomodell. Nach zwei Jahren kündigte Sibel ihren Job im Rathaus und zog nach Essen.

In einem Einkaufszentrum in Köln wurde sie zufällig von einem Agenten angesprochen und zu einem Casting für den Film „Gegen die Wand“ von Fatih Akin eingeladen, bei dem sie sich gegenüber 350 Mitbewerberinnen durchsetzte. So begann im Jahre 2004 ihre Schauspielkarriere.

Für ihre leidenschaftliche Darstellung der Sibel Güner in „Gegen die Wand“ hat sie diverse Ehrungen erhalten.

Im Jahr 2005 erschien das Hörbuch „Sibel Kekilli liest ‚Sinn und Sinnlichkeit’ von Jane Austen“ (4 CD’s). Außerdem war sie in „Kebab Connection“ (2005) unter der Regie von Anno Saul und „Winterreise“ (2006) von Sebastian Steinbichler zu sehen. Vor kurzem spielte sie in dem neuen Hal Hartley-Film „Fay Grim“ an der Seite von Parker Posey mit und drehte den türkischen Film „Eve Dönüs“ („Heimkehr“) unter der Regie von Ömer Ugur.

Sibel unterstützt die gemeinnützige Organisation „Terre des Femmes“. Im April 2006 protestierte sie mit PETA gegen die Hundemassaker in der Türkei. Sibel Kekilli lebt mit Freund Michael und Rottweiler Shiro in Hamburg.

ROMAN ROTH (Albert Rosen)

Roman Roth wurde 1980 geboren und ging in den USA auf die Highschool. Von 2000 bis 2001 war er an der Theaterakademie in Köln und nahm 2002 Schauspielunterreicht bei Teresa Harder. Er besuchte dann 2004 den HAW Acting Workshop Los Angeles und ist seit Mai 2006 an der Schauspielschule in Bochum eingeschrieben.

Seine ersten Erfahrungen als Schauspieler machte er 1997 bei Schulinszenierungen an der East Coweta High School in den USA und 1998 am Schultheater in Düsseldorf mit dem Stück „Der Besuch der alten Dame“. Von 2000 bis 2001 war er an der Theaterakademie in Köln in dem Stück „Von der verzweifelten Liebe“ zu sehen.

Im Fernsehen war er u.a. in Film-Projekten wie „Wilde Jungs“, „Crazy Race II“ und „Die Wache“ zu sehen und von 2002 bis 2003 bei dem TV-Serien-Hit „Gute Zeiten - Schlechte Zeiten“ mit von der Partie.

2005 drehte er den norwegischen Kinofilm „Lange Flate Ballaer“ unter der Regie von Björn Nagell und „13 Stufen“ von Daniel Böhme.

BRIGITTE GROTHUM (Gabrielle Hellmann)

Brigitte Grothum ist schon viele Jahre ein fester Bestandteil der deutschen Film- und Fernsehgeschichte. Sie wurde am 26. Februar 1933 in Dessau geboren und wuchs während der Kriegsjahre in Berlin auf. Anfangs spielte sie hauptsächlich Theater auf diversen Bühnen der damals noch geteilten Stadt. Und auch später kehrte sie trotz der vielen Engagements in der Rundfunk- und Filmindustrie immer wieder gerne ans Theater zurück. 1956 gab sie ihr Kinofilmdebüt und eroberte als „Das Mädchen Marion“ das Publikum. In den 60er Jahren erlangte sie, vor allem auch durch Edgar Wallace-Filme wie „Die seltsame Gräfin“ und „Das Gasthaus an der Themse“, eine enorme Popularität. Im Fernsehen war sie in über 100 Produktionen zu sehen, darunter auch bei der sehr beliebten Vorabend-TV-Serie „Drei Damen vom Grill“, an der Seite von Brigitte Mira, Günter Pfitzmann und Harald Juhnke.

Außerdem arbeitet sie auch als Synchronsprecherin, war u.a. die deutsche Stimme der Emma Peel aus der Serie „Mit Schirm, Charme & Melone“ und synchronisierte Filme mit Lee Remick, Diane Keaton und Barbara Eden.

Als Regisseurin inszenierte Brigitte Grothum 1987 das Mysterienspiel „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal im Berliner Dom, wo es seitdem jedes Jahr aufgeführt wird.

Brigitte Grothum war zweimal verheiratet und hat zwei Kinder, Thomas und Deborah. Ihre Tochter Deborah ist ebenfalls Schauspielerin. Brigitte Grothum lebt in Berlin.

HANS JÜRGEN SILBERMANN (Jakob Noschik)

Hans Jürgen Silbermann, Jahrgang 1947, studierte nach dem Abitur an der Theaterhochschule in Leipzig und machte dort einen Diplom-Abschluss als Schauspieler.

Seine Karriere als vielseitiger Schauspieler, Komiker und Entertainer begann Anfang der 70er Jahre am Leipziger Schauspielhaus, wo er in Stücken wie „Der aufhaltsame Aufstieg des Artuo Ui“ und in diversen Shakespeare-Adaptionen auftrat. In der Theatersaison 2003/2004 kehrte er nach längerer Pause wieder auf die Bühne zurück und feierte in der Komödie am Bayerischen Hof mit dem Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ große Erfolge.

Zu seinen vielen Fernsehauftritten zählen u.a. Filme wie „SOKO 5113 – Rendezvous im Panic Room“, „Pfarrer Braun – Drei Särge und ein Baby“, „Froschkönig“, die vierteilige Serie „Liebesau“ und der TV-Film „Der Verdacht“. Außerdem konnte man sein komisches Talent in einer Reihe von hochkarätigen Kabarett- und Comedy-Sendungen bewundern. Er trat u.a. in „Otti’s Schlachthof“, „Rogler's Freiheit“, in „Schimpf vor zwölf“, bei „Herbert und Schnipsi“, im „Kanal Fatal“ (von 1992 an) und 1989-98 im „Scheibenwischer“ auf. Nicht zu vergessen sein vielbelachter Gastauftritt in Michael „Bully“ Herbigs Kinohit „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ (2003).

ÜBER DIE FILMEMACHER

JOSEPH VILSMAIER (Regie)

Joseph Vilsmaier wurde 1939 in München geboren und verbrachte seine Kindheit in Pfarrkirchen (Niederbayern) und München. Er studierte neun Jahre lang am Münchner Konservatorium Musik mit dem Schwerpunkt Klavier und spielte anschließend in einer Jazzband. Zwischen 1953 und 1960 war er bei Arnold & Richter (ARRI) als Techniker beschäftigt. 1961 gelang ihm bei der Bavaria Film Produktion in Geiselgasteig als Kameraassistent der Einstieg in die Filmbranche. Ab 1972 machte er sich als Kameramann einen Namen und war dann ab 1978 freischaffend tätig.

Hinter der Kamera wirkte er bei zahlreichen TV-Produktionen mit, unter anderem beim „Tatort“ und dem Fernsehfilm „Ein Stück Himmel“ (1980), in dem die tschechische Schauspielerin Dana Vávrová, die er 1986 heiratete, die Hauptrolle spielte.

1988 gründete er die Produktionsfirma Perathon Film und erzielte mit seinem Regiedebüt „Herbstmilch“ auf Anhieb den internationalen Durchbruch. Dana Vávrová spielte die Rolle der niederbayerischen Bäuerin Anna Wimschneider, deren Lebenserinnerungen bereits ein Literatur-Bestseller waren. Für diesen Film erhielt er zahllose Preise, darunter drei Bayerische Filmpreise und den Deutschen Filmpreis in Silber und Gold (für Dana Vávrová). Fast 2,3 Millionen Zuschauer sorgten zusätzlich für einen Kassenschlager. Weitere große Erfolge bei Publikum und Kritik folgten mit den Regiearbeiten „Rama dama“ (Bayerischer Filmpreis), „Stalingrad“ (u.a. zwei Bayerische Filmpreise), „Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen“ (u.a. Bayerischer Filmpreis), „Schlafes Bruder“ (Bayerischer Filmpreis, Deutscher Filmpreis, Golden-Globe-Nominierung) und „Comedian Harmonists“ (Deutscher Filmpreis, Filmband in Gold als Bester Film, Bayerischer Filmpreis), sein bis dato größter Erfolg mit 2,9 Millionen Zuschauern und der kassenträchtigste des deutschen Filmjahres 1998.

Regisseur Joseph Vilsmaier ist fünffacher Gewinner des Bayerischen Filmpreises, Gewinner des Deutschen Filmpreises und des Goldenen Gildepreises. 1999 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2003 erhielt er für seine Verdienste als Filmschaffender vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber den Bayerischen Verdienstorden.

Filmografie (Auswahl)

1988 Herbstmilch

1990 Rama dama

1992 Stalingrad

1993 Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen

1994 Schlafes Bruder

1996 Und keiner weint mir nach

1997 Comedian Harmonists

2000 Marlene

2002 Leo und Claire

2004 Bergkristall

2006 DER LETZTE ZUG

DANA VÁVROVÁ (Regie)

Bereits im Alter von sechs Jahren stand die gebürtige Pragerin erstmals vor der Kamera und wurde seither überaus erfolgreich als Schauspielerin in nationalen und internationalen Produktionen engagiert. Seit einigen Jahren ist sie auch als Regisseurin tätig.

Ihre Ausbildung absolvierte Dana Vávrová von 1981 bis 1985 am Prager Konservatorium. In Deutschland wurde sie bereits mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet. So erhielt sie 1983 die Goldene Kamera und den Adolf-Grimme-Preis in Gold für den TV-Mehrteiler „Ein Stück Himmel“ und 1989 den Deutschen Filmpreis für ihre Rolle in Joseph Vilsmaiers „Herbstmilch“ (1988) sowie den Bayerischen Filmpreis. Neben ihren Rollen in großen Kinofilmen, wie zum Beispiel in Milos Formans „Amadeus“ (1984), wirkte die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes auch in TV-Movies und –Serien mit, wie z.B. in Peter Lehners „Die Beichte“ und Vivian Naefes „Raus ins Leben“, und hatte Gastauftritte in diversen „Tatort“-Folgen.

Filmographie (Auswahl)

als Schauspielerin und Regisseurin

1976 Es leben die Geister - Regie: Oldrich Lipksy

1977 Die Hauptrolle für Rosmarine - Regie: Vera Plivova-Simkova

1978 Brontosaurus - Regie: Vera Plivova-Simkova

1984 Amadeus - Regie: Milos Forman

1987 Pan Tau - Regie: Jundrich Polak

1988 Herbstmilch - Regie: Joseph Vilsmaier

1990 Rama dama - Regie: Joseph Vilsmaier

1992 Stalingrad – Regie: Joseph Vilsmaier

Rosen-Emil – Regie: Radu Gabrea

Der Nachbar – Regie: Götz Spielmann

1993 Pizza Arrabiata (TV) – Regie: Jochen Richter

1994 Schlafes Bruder - Regie: Joseph Vilsmaier

1995 Wia die Zeit vergeht (Dokumentarfilm) - Regie: Dana Vávrová

1996 Hunger – Sehnsucht nach Liebe – Regie: Dana Vávrová

1997 Comedian Harmonists - Regie: Joseph Vilsmaier

1999 Der Bär ist los - Regie: Dana Vávrová

2002 August der Glückliche (TV) - Regie: Joseph Vilsmaier

2003 Der Vater meines Sohnes (TV) - Regie: Dagmar Damek

2004 Bergkristall - Regie: Joseph Vilsmaier

Grenzverkehr – Regie: Stefan Betz

2006 DER LETZTE ZUG

ARTUR BRAUNER (Produzent)

Artur Brauner wurde 1918 als Sohn eines Holzgroßhändlers in Łódź, Polen, geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend und machte auch sein Abitur. Anschließend studierte er am Polytechnikum bis zum deutschen Überfall auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg auslöste. Mit seinen Eltern und vier Geschwistern flüchtete er in die Sowjetunion, wo er unerkannt überleben konnte. Er hat 49 jüdische Verwandte durch die Nazis verloren.

Nach vorübergehenden Plänen in die USA auszuwandern, gründete er am 16. September 1946 in Berlin die Central Cinema Company (CCC-Film). 1949 baute er auf einem ehemaligen Fabrikgelände in Spandau seine eigenen Filmstudios auf, in denen seit den ersten Dreharbeiten - im Februar 1950 für „Maharadscha wider Willen“ unter der Regie von Ákos Ráthonyi - über 500 Filme entstanden, über die Hälfte davon in eigener Produktion. Brauners Filmstudios wurden dadurch zu einer der erfolgreichsten Filmproduktionsstätten in Europa.

Schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Artur Brauner die deutsche Nazi-Vergangenheit aufzuarbeiten, u.a. mit dem Film „Morituri“ (1948) von Eugen York, bei dem er auch am Drehbuch mitwirkte.

In den darauffolgenden Jahren setzte Brauner auf publikumswirksame Unterhaltungsfilme und hatte vor allem mit einigen sehr interessanten Filmserien in den 60er und 70er Jahren - von den Mabuse-Filmen (u.a. „Das Testament des Dr. Mabuse“, „Scotland Yard jagt Dr. Mabuse“) über die Edgar-Wallace-Krimis (u.a. „Der Würger von Schloss Blackmoor“, „Der Henker von London“) bis hin zu einer Reihe von Karl-May-Verfilmungen (u.a. „Old Shatterhand“, „Durchs wilde Kurdistan“) - großen Erfolg.

Außerdem produzierte er Filme wie „Fanny Hill – Memoiren eines Freudenmädchens“ unter der Regie des Busenfetischisten Russ Meyer, die beiden „Nibelungen“-Filme (1966/67) unter der Regie von Harald Reinl und „Kampf um Rom, Teil 1+2“ (1968), wobei – im ersten Teil - Orson Welles mitspielte und Robert Sidomak Regie führte. Nachdem Brauner in den 70er Jahren unter dem Abgesang auf „Opas Kino“ und dem Aufkommen des Neuen Deutschen Films zu leiden hatte, fasste er in den 80er Jahren wieder Fuß, vor allem mit Filmen, die sich mit dem NS-Regime auseinandersetzen. In den Mittelpunkt seines Schaffens rückte Brauner immer wieder Menschen, die als Juden den Verfolgungen der Naziherrschaft ausgesetzt waren. Zu den Glanzstücken aus jener Zeit zählen u.a. die Rolf Hochhut-Romanverfilmung „Eine Liebe in Deutschland“ (1983) von Andrzej Wajda mit Hanna Schygulla und Armin Mueller-Stahl, „Hanussen“ (1987) mit Klaus Maria Brandauer unter der Regie von István Szabó, „Hitlerjunge Salomon“ (1990) unter der Regie von Agnieszka Holland und der Film „Babij Jar – Das vergessene Verbrechen“ von Jeff Kanew aus dem Jahre 2002. Dieser Tradition ist auch sein neuester Film DER LETZTE ZUG (2006) von Joseph Vilsmaier und Dana Vávrová verpflichtet.

Artur Brauner bekam in seinem langen Produzentenleben viele Auszeichnungen, darunter das Bambi, diverse Goldene Leinwände und Filmbänder, 1972 sogar einen Oscar für den besten Ausländischen Film, „Der Garten der Finzi Contini“ unter der Regie des großen Vittorio de Sica, 1985 eine Oscar-Nominierung für „Bittere Ernte“ von Agnieszka Holland, 1990 den Deutschen Filmpreis: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film, 1992 den Golden Globe für „Hitlerjunge Salomon“ von Agnieszka Holland, 1993 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und außerdem die Goldene Kamera.

1976 erschienen seine Memoiren mit dem Titel „Mich gibt’s nur einmal“. Artur Brauner lebt mit seiner Familie in Berlin.

Quelle: www.concorde-film.de